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Barock und Web 2.0

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Ich bekenne: ich finde den Begriff Web 2.0 gut.

Es gibt keine exakte Definition davon, seid Tim O’Reillys Original-Artikel hat sich der Begriff gewandelt und erweitert (z.B. um AJAX zu integrieren). Das stört mich alles nicht.

Für mich ist Web 2.0 eine Epochen-Bezeichnung wie “Barock”. Die Leute die mitten drin stecken können noch keine klaren Definition dafür abgeben, aber wir wissen schon: ja, da passiert etwas wichtiges, das es wert ist einen Namen zu haben. Web 2.0 betrifft (wie “Barock”) verschiedene Bereiche: die wirtschaftliche Seite des Web (siehe Tim O’Reillys Buiness Models) und die Art wie die Leute kommunizieren und zusammenarbeiten, aber auch das Design (siehe Web 2.0 Logo Parodien oder den Logo Creator) oder Film (the machine is ..). Mal sehen, vielleicht wird’s noch einen Web 2.0 Musikstil.

Darüber zu streiten ob’s Web 2.0 überhaupt gibt find ich nicht fruchtbar; darüber zu diskutieren was es genau bedeutet, wo die Grenzen sind, wohin es im schlimmsten und im besten Fall führen kann – das kann sehr fruchtbar sein.

Oder sehr unterhaltsam, so wie im Vortrag von Bruce Sterling (Science Fiction Autor, Posterboy des Wired Magazine, Blogger und Meister des bösen, treffenden Wortes (von meiner erste OSCON). Auf der “Emerging Technologies Conference 2006″ hielt er einen Vortrag – eigentlich über das “Internet of Things”. Aber nebenbei mischt er die Diskussion um den Begriff “Web 2.0″ auf.


Ausschnitt – Bruce Sterling über Alen Lius Kritik am Begriff Web 2.0.

Gesamter Vortrag auf IT Conversations.

Mein Buch ist unterwegs – Bookcrossing

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runningbook331.gifIm November letzten Jahres hab ich meine ersten Bookcrossing-Bücher ‘ausgesetzt’, jetzt hat sich das erste gemeldet: es ist schon bis nach München gekommen.

Praktikas rund um die Welt

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Die Praktikums-Präsentationen konnte ich leider nicht alle sehen, aber die Bericht im MMA-Wiki hab ich gelesen. Von Salzburg Bergheim bis Goiania, Brasilien sind die Leute vom Jahrgang MMA 2004 herumgekommen. Da musste ich natürlich gleich eine Google Map draus bauen:

Vorschau auf die Google Map mit den Praktikums-Orten 2007

Auf der externen Version sind nur die Orte verzeichnet, auf der internen Version gibts auch Firmennamen, Namen der StudentIn und Link zum Praktikumsbericht im Wiki.

Programmiert ist das ganze mit Perl (Webscraping aus dem Wiki), der Google Map API, PHP und Javascript.


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Music Video goes MashUp

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Thorsten Konrad hat ein Musikvideo der nächsten Generation erdacht:  wenn das Internet schon der wichtigste Kanal zur Verbreitung von Musikvideos ist, dann sollte man die Fähigkeiten des Internet auch nutzen.  So verwendet er in seinem Video verschiedene Dienste (Webservices) – vom CIA Factbook bis zu Flickr – um das Video für den einzelnen Zuseher individuell anzupassen.  Genial.

Take This Dance

p.s. Natürlich bin ich sehr stolz, dass ich seine Diplomarbeit betreut hab.  Aber die guten Ideen stammen alleine von ihm, da kann ich nichts dafür.

Spammer arbeiten lassen, Bücher digitalisieren

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Die Firma recapcha bringt die Idee des Captcha auf eine neue Ebene: die Intelligenz-Leistung die Menschen erbringen wenn Sie den Text des Captcha entziffern dient nicht nur als Beweis, dass sie kein Programm sind. Bei recaptcha hat die geleistete Arbeit wirklich einen Sinn: alte Bücher werden digitalisiert, bzw. die OCR-Fehler nachgebessert.

Beispiel für ein recaptcha

Wenn also die bösen Spammer das Eintippen des Captcha in ein billiges Land outsourcen, und hunderte Leute dafür bezahlen die Wörter einzutippen, dann kommen sie zwar mit dem SPAM durch, leisten aber auch einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung. Das finde ich eine faire Sache, bei der alle gewinnen. Nur Spielen statt zu arbeiten ist schöner.

Das ganze gibt’s als Wordpress-Plugin, mal sehen ob ich’s zum Laufen bringe.

Blogs & Social Networks für den Unterricht nutzen

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Bin grad am Wordcamp 2008 in Hamburg und hoffe hier Leute zu treffen die auch Wordpress unterrichten oder im Unterricht nutzen.

Hier eine kleine Sammlung wie ich an den Studiengängen MultiMediaArt und MultiMediaTechnology Blogs & Social Networs & anderer Web 2.0 Zeugs nutze:

  • Studentinnen und Studenten können individuelle Blogs auf unserer Domain betreiben, z.B:
  • Planet MMA bündelt blogs von studierenden und lehrenden, egal wo gehostet
  • Forum (phpBB) für InteressentInnen (Fragen zur Bewerbung+Aufnahmeverfahren)
  • MMA Wiki ist nur intern zugänglich
    • Organisation von Lehrveranstaltungen (z.B. Gruppeneinteilungen)
    • Wissensspeicher statt schriftliche Arbeiten (sie früher im Papierkorb landeten)
    • “Profil-Seiten” von Studierenden, Lehrenden, Staff, Alumni
  • Gemeinsame MMA – Portfolio Site
    • kein Blog, sonder Eigenentwicklung
    • ‘Blog this’ bei jedem Bild / Video / Audio
    • ‘add to facebook’ bei jedem Werk
  • Facebook Applikation ‘MMAPortfolio
    • Bilder aus der MMA-Protfolio Site versenden
    • Lieblings-Werke im Facebook-Profil anzeigen
    • Anderen facebook usern ein Studium empfehlen, wieder Link zu Werk

Und wie+wo Wordpress bei uns unterrichtet wird:

  • MultiMediaArt, 1.Semester: [HTML+CSS+]Wordpress Benutzung+Themes
  • MultiMediaArt, Schwerpunkt Mediendesign, 3.+4.Semester:
    • Wordpress als Mini-CMS
    • Wordpress für mein Design-Protfolio
    • Plugin-Verwendung
    • Theme-Erstellung
  • MultiMediaTechnology, 2.Semester:
    • [PHP+]Wordpress Installation + Konfiguration
    • bis hin zur Plugin-Entwicklung

Weitere Nutzungs-Varianten die ich kenne:

Portfolio-Site multimediaart.at geht online

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Nach einem Jahr Arbeit ist die Site so weit fertig, und so weit mit Inhalten gefüllt, dass wir in den Probebetrieb gehen können. Konzept, Design und Programmierung von Lea Perchermeier; ich hab blos den Server zur Verfügung gestellt, ein bisschen programmiert, und dafür gesorgt, dass Inhalte rein kommen.

Die Site soll Werke aus dem Studiengang MultiMediaArt dauerhaft und Suchmaschinen-freundlich präsentieren. Die StudentInnen können selbst entscheiden ob sie mit einer Profil-Seite sichtbar sind. Alle Inhalt können auch einfach in Blogs übernommen werden:

Screenshot der Einstiegsseite multimediaart.at
Portfolio-System multimediaart.at, (c) FH Salzburg / MultiMediaArt

maptales

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Wieder mal eine Web 2.0 Applikation, wieder mal was mit Landkarten. Maptales sieht gut aus, ist (für mich) leicht zu bedienen, und bietet viele Möglichkeiten Bilder und Texte auf die Landkarte zu stellen. Wenn ich’s jetzt noch schaffe den Erfinder als Lektor anzuwerben bin ich ganz glücklich:

P.S. und die Einbildung in den Blog klappt auch super!

werbeblogger in real life

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Herr Max, hierorten schon erwähnt als Designer von Firecat hat es geschafft den Menschen hinter dem werbeblogger.de nach Salzburg an die FH zu holen. “In Echt”, nicht blos als Videocast.

War ein sehr amüsanter Vortrag, der das Thema Web 2.0 nochmal eingekreist und mit neuen Beispielen belebt hat. Und der Vortrag hat Besucher aus anderen Studiengängen zu uns gelockt, z.B. von BWI.

Patricks Aussage

dass die neue Medien als alltägliches Werkzeug noch nicht wirklich bei allen Studenten Verwendung finden

beruht glaub ich auf einem Missverständnis: Die verwenden die neuen Medien schon: sie skypen und chatten und schreiben gemeinsam Artikel ins MMA-Wiki, veröffentlichen ihre Videos auf Youtube und ihre Blogs im Planeten MultiMediaArt.

Aber bei der Diskussion um Web 2.0 zeigen sie sich kritisch, und hinterfragen gerne mal was Google eigentlich mit unseren Daten macht. Diese kritische Grundhaltung darf man nicht verwechseln mit ‘nicht verwenden’. Ich seh’ das eher als Zeichen für hohe Medienkompetenz.

P.S.  Jetzt auch als Video online.

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